Schäufele in Rauchbiersoße – deftiger Genuss mit fränkischer Seele
Zart geschmort, mit einer goldbraunen, knusprigen Kruste und einer malzig-würzigen Rauchbiersoße: So muss Schäufele schmecken! Dieses traditionelle Bratengericht ist nicht nur ein Klassiker in Franken und Baden, sondern ein echtes Highlight für alle Fans der herzhaften, bodenständigen Küche. In Kombination mit kräftigem Rauchbier entsteht eine unverwechselbare Soße, die das Aroma des Fleisches perfekt unterstreicht.
Mit wenigen Zutaten, aber viel Geschmack gelingt dir dieses Gericht auch zu Hause. Ideal als Sonntagsbraten oder für festliche Anlässe – das Schäufele in Rauchbiersoße ist immer ein Hit. Serviert mit Klößen, Kartoffelstampf oder Sauerkraut wird daraus ein echtes Wohlfühlgericht.
Was ist Schäufele eigentlich?
Das Schäufele ist ein traditionelles Stück vom Schwein, genauer gesagt die Schweineschulter mit Knochen und Schwarte. Seinen Namen verdankt es dem schaufelförmigen Schulterblattknochen. In Franken und Baden ist Schäufele ein echtes Kultgericht und wird je nach Region unterschiedlich zubereitet – mal gepökelt und gekocht, mal geschmort wie in unserem Rezept. Entscheidend ist immer: außen knusprig, innen butterzart! Besonders in Kombination mit Rauchbier entsteht eine unverwechselbare Geschmackstiefe, die typisch für die fränkische Küche ist.
Warum Rauchbier perfekt zum Schäufele passt
Rauchbier, meist aus Bamberg stammend, bringt kräftige Röstaromen und eine malzige Tiefe mit, die hervorragend mit deftigem Schweinebraten harmoniert. Beim Schmoren verdampft der Alkohol, übrig bleibt das charakteristische, leicht rauchige Aroma – perfekt für eine intensive Soßenbasis. Durch das Zusammenspiel von Rauchbier, Gemüse und Fleischsaft entsteht eine herzhafte Soße, die das Schäufele geschmacklich vollendet. Wer das Besondere sucht, sollte unbedingt zu einem hochwertigen Rauchbier aus der Region greifen.
Schäufele für besondere Anlässe oder den Sonntagsbraten
Ob an Feiertagen, zum Sonntagsessen oder beim geselligen Abend mit Freunden – Schäufele in Rauchbiersoße ist immer ein echter Höhepunkt. Mit wenig Vorbereitung, aber großem Ergebnis kannst du deine Gäste begeistern und ein Stück fränkischer Genusskultur auf den Teller bringen. Besonders beliebt: Klöße, Blaukraut oder Sauerkraut als Beilage. Wer das Rezept einmal ausprobiert hat, wird es garantiert in seine Sammlung der besten Ofenbraten-Rezepteaufnehmen!

Zutaten
- 1 Schäufele (ca. 1–1,2 kg, mit Schwarte)
- 1 Zwiebel
- 1 Bund Suppengemüse (z. B. Karotten, Sellerie, Lauch)
- 300 ml Rauchbier (z. B. Bamberger Rauchbier)
- 500 ml Rinderbrühe
- Salz und Pfeffer
- etwas Öl zum Anbraten
Anleitung
- Vorbereitung
- Würze das Schäufele großzügig mit Salz und Pfeffer. Schäle die Zwiebel und schneide sie in grobe Würfel. Das Suppengemüse ebenfalls putzen und in grobe Stücke schneiden – perfekt für eine aromatische Soßenbasis.
- Anbraten
- Erhitze Öl in einem Bräter. Lege das Schäufele mit der Schwarte nach unten hinein und brate es kräftig an, bis eine schöne Farbe entsteht. Dann wenden und auch die Fleischseite kurz anrösten. Danach das Fleisch entnehmen.
- Soße ansetzen
- Zwiebel und Gemüse im Bräter goldbraun anrösten, bis sich Röstaromen entwickeln. Mit Rauchbier ablöschen und die Flüssigkeit kurz reduzieren lassen. Anschließend die Rinderbrühe angießen und gut umrühren.
- Schmoren
- Lege das Schäufele mit der Schwarte nach oben in den Bräter zurück. Deckel auflegen und das Ganze im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Ober-/Unterhitze für etwa 2,5 Stunden schmoren lassen.
- Finalisieren
- Fleisch aus dem Bräter nehmen und warm halten. Die Soße durch ein Sieb passieren und ggf. noch etwas einkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Schäufele mit der knusprigen Schwarte und der Rauchbiersoße servieren.
Mehr als nur ein Braten – kulinarische Tradition mit Charakter
Das Schäufele in Rauchbiersoße ist nicht einfach nur ein deftiger Braten – es ist Ausdruck einer tief verwurzelten, regionalen Esskultur. In Zeiten, in denen viele Rezepte auf Schnelligkeit und Minimalismus setzen, hebt sich dieses Gericht wohltuend ab: durch seine Langsamkeit, seine aromatische Tiefe und seine Hingabe zur Perfektion. Hier wird das Fleisch noch respektvoll behandelt, der Soße Zeit gegeben, sich zu entfalten, und der Kruste besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Was dieses Gericht so besonders macht, ist das Zusammenspiel aller Komponenten: Das zarte Fleisch, das nach Stunden im Ofen fast vom Knochen fällt. Die rauchige Soße, die mit jedem Löffel eine Geschichte erzählt – von alten Brauereien, regionaler Landwirtschaft und sonntäglichen Familientraditionen. Und nicht zuletzt die Beilagen, die das Gericht abrunden und es zu einem harmonischen Gesamterlebnis machen.
Für alle, die nicht nur essen, sondern genießen wollen, ist dieses Rezept eine Einladung. Eine Einladung in die Welt der ehrlichen, regionalen Küche, bei der Geschmack und Handwerk im Vordergrund stehen. Und wer dabei neugierig auf mehr geworden ist, findet im Oberpfalz Beef Magazin viele weitere Inspirationen – von traditionellen Klassikern bis hin zu kreativen Neuinterpretationen mit regionalem Bezug.
Beilagenempfehlung zum Schäufele
Dieses Gericht ist wie gemacht für klassische
Beilagen:
- Fränkische Klöße oder Kartoffelknödel
- Kartoffelstampf
- Blaukraut oder Sauerkraut
Sie nehmen die kräftige Soße perfekt auf und runden das Gericht harmonisch ab.
Zubereitung im Römertopf – besonders saftig und aromatisch
Für dieses Rezept wurde das Schäufele im Römertopf geschmort – ein traditioneller Tontopf, der für besonders zarte Bratengerichte bekannt ist. Durch das natürliche Dampfklima im Römertopf bleibt das Fleisch wunderbar saftig, während sich die Aromen von Rauchbier, Gemüse und Brühe perfekt miteinander verbinden. Die Kruste wird am Ende im offenen Topf oder bei Bedarf unter dem Grill knusprig vollendet. Wer seinen Braten schonend und voller Geschmack zubereiten möchte, trifft mit dem Römertopf die ideale Wahl.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Schäufele in Rauchbiersoße
Was ist der Unterschied zwischen Schäufele und Schäuferl?
Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Stück Fleisch – die Schweineschulter mit Knochen und Schwarte. „Schäuferl“ ist in Franken üblich, während „Schäufele“ vor allem in Baden und im südlichen Bayern verwendet wird. Die Zubereitungsart ist regional verschieden: in Franken eher geschmort, in Baden häufig gepökelt und gekocht.
Kann ich auch anderes Bier als Rauchbier verwenden?
Grundsätzlich ja, aber das typische Aroma dieses Gerichts lebt vom rauchigen, malzigen Charakter des Rauchbiers. Ein dunkles Bier oder ein Märzen sind Alternativen, bringen jedoch ein anderes Geschmacksprofil mit.
Wie bekomme ich die Schwarte besonders knusprig?
Wie lange ist Schäufele im Kühlschrank haltbar?
Nach dem Garen lässt sich Schäufele gut 1–2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wichtig: luftdicht verpacken und vollständig auskühlen lassen. Die Soße separat aufbewahren und vor dem Servieren erneut erhitzen.
Kann ich Schäufele auch einfrieren?
Ja, sowohl das Fleisch als auch die Soße lassen sich problemlos einfrieren. Ideal ist es, das Schäufele in Scheiben zu portionieren und zusammen mit etwas Soße in Gefrierbeutel oder -dosen zu geben. So ist es innerhalb von 2–3 Monaten jederzeit einsatzbereit.
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